Infotag der Krebsnachsorge Wien

Nachsorge und Wiedereinstieg in den Alltag

Helga Thurnher, Prim. Wolfgang Hilbe, Mag. Prieler und Mag. Andrea Ertl
Helga Thurnher, Prim. Wolfgang Hilbe, Mag. Prieler und Mag. Andrea Ertl

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Am 10. Mai fand der erste “Info-Tag der Krebs-Nachsorge“ am Wilhelminenspital in Wien statt. Die Initiatoren Prof. Wolfgang Hilbe und sein Onko-Team sowie die Selbsthilfe Darmkrebs freuten sich über zahlreiche Besucher und einen spannenden Nachmittag.

Auf Initiative der Selbsthilfe Darmkrebs gemeinsam mit dem „Zentrum für Onkologie und Hämatologie“ am Wiener Wilhelminenspital unter der Leitung von Prim. Univ. Prof. Dr. Wolfgang Hilbe informierten namhafte Expertinnen und Experten zu den zahlreichen Facetten der Krebs-Nachsorge und standen für die Beantwortung der unterschiedlichsten Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.

Ist die Zeit der Akuttherapie vorüber, beginnt die Rückkehr in den Alltag. Bei vielen Erkrankungen, die einen Menschen im Leben treffen, stellt dieser Weg kaum eine Hürde dar. Anders sieht dies bei Krebspatienten aus, wo es sich nach Abschluss der Therapien schlichtweg um einen Neuanfang des Lebens handelt. "Und plötzlich tauchen andere Fragen auf", erläutert Wolfgang Hilbe, vom Zentrum für Onkologie und Hämatologie am Wiener Wilhelminenspital. Wie geht es nun weiter? Bin ich wirklich geheilt? Was kann ich tun, dass der Krebs nicht wiederkommt? Und wie schaffe ich die Rückkehr in Alltagsleben und Beruf? Hinter all den Fragen steckt permanente Angst. Die Nachsorge wird damit sowohl für den Patienten als auch für das medizinische Team zur Herausforderung.
 

Nachsorge ist Vorsorge

Die Nachsorge ist aufgrund der steigenden Therapieerfolge heute auch wichtiger denn je. Sie besteht aus Kontrollterminen, psychoonkologischen Betreuungs-Einheiten und vor allem der Begleitung beziehungsweise der Reintegration in das Familien- und Berufsleben. Health Professionals, die für die medizinische Versorgung zuständig sind, aber auch die Angehörigen oder soziale Netzwerke wie Selbsthilfegruppen stehen den Patienten dabei hilfreich zur Seite.

Die meisten Krebspatienten wünschen sich den Alltag zurück, so Hilbe. Daher "müssen wir nicht schauen, dass wir die Menschen auf eine Weltreise bringen, sondern in den Alltag zurück". Angebote dazu gibt es viele, jedoch kein Allgemeinrezept. Besonders wichtig ist es, Fragen zu stellen, Kontakte zu suchen und zu ergründen, was einem selbst guttut. Denn "so bunt die Menschen sind, so bunt sind auch die Konzepte, mit solch einem Schicksal zurecht zu kommen".

Hilfestellung, den eigenen Weg – bzw. die richtigen Ansprechpartner bei bestimmten Fragen – zu finden, bietet u.a. die Selbsthilfe Darmkrebs.