Der Patient im Mittelpunkt

Franz Bittner – der erste Wiener Patientenombudsmann

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Erstellt am 17.02.2014 von Redaktion

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Mehr als 15.000 Wiener hatten im Sommer 2013 die Möglichkeit genützt, via SMS über den ersten Patientenombudsmann der Ärztekammer für Wien abzustimmen. Die Wahl entschied der ehemalige Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse, Franz Bittner, für sich.

Mit 2. September 2013 hat Franz Bittner seine Tätigkeit aufgenommen. Unter anderem möchte er – nach Abklärung des Bedarfs – regelmäßig Sprechtage abhalten, ein umfassendes Beschwerdemanagement aufbauen und stets im Sinne der Patienten handeln. Eng zusammenarbeiten will Bittner mit der Wiener Patienten- und Pflegeanwaltschaft. Forum Darmkrebs bat den neuen Patientenombudsmann und guten Kenner des österreichischen Gesundheitssystems um ein kurzes Gespräch.

Was dürfen sich Patientinnen und Patienten von Ihnen erwarten?

Meine Hauptaufgabe wird darin bestehen, einer Beschwerde seitens eines Patienten nachzugehen, den Arzt damit zu konfrontieren und ihn um Stellungnahme zu bitten. Und wenn möglich, eine Lösung im Sinne des Beschwerdeführers zu erreichen. Außerdem wird es auch darum gehen, die Patienten über ihre Rechte und Pflichten zu informieren, sowie mittelfristig - durch Aufklärung - ein besseres Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten zu schaffen.

Welche Hilfe können Sie im Einzelfall anbieten? Wann sind Sie der richtige Ansprechpartner?

Mein Ziel wird es sein, Beschwerden – und oft sind es ja nur Missverständnisse – auf kurzem Weg zu klären. Wobei ich mit den Kontrahenten den Fall stets persönlich besprechen werde. Zudem möchte ich Patienten bei Fragestellungen, die das Gesundheitswesen betreffen, fachkundig beraten. Ich bin für alle Probleme auf dem Gesundheitssektor der richtige Ansprechpartner: im niedergelassenen Bereich ebenso wie im Bereich der Spitälern und Sozialversicherungen.

Es gibt bereits Patientenanwälte – inwiefern werden Sie sich von diesen unterscheiden?

Die ersten Wochen unserer Tätigkeit zeigten, dass wir auch dort intervenieren können, wo die Patientenanwaltschaft – aufgrund von gerichtsanhängigen Verfahren – sich neutral verhalten muss. Im Übrigen wird es – im Interesse der Patienten, so hoffe ich – keinen Unterschied geben.

Was sind Ihre besonderen Ziele?

Ich möchte erstens ein gutes Beschwerdemanagement aufbauen, zweitens Systemfehler dokumentieren, aufzeigen und den Verantwortlichen im Wiener Gesundheitssystem Lösungsansätze anbieten sowie drittens die Vermittlerrolle zwischen Patienten und Ärzten aktiv betreiben.

Was möchten Sie den Patienten besonders ans Herz legen?

Unsere bisherige Arbeit zeigte auf, dass Darstellungen der Beschwerdeführer und die der betreffenden Ärzte oft sehr voneinander abweichen. Es wäre für unsere Arbeit von Vorteil, wenn die Beschwerden den Sachverhalt genauer dokumentieren.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Nähere Informationen:

Patientenombudsmann der Ärztekammer für Wien
Weihburggasse 10-12, 1010 Wien
+43 (0)664 50 60 704
sekretariat@patientenombudsmann-wien.at
buchner@patientenombudsmann-wien.at
bittner@patientenombudsmann-wien.at