Die Kunst, Lebensenergie zu aktivieren

Qigong - eine Jahrtausende alte Bewegungsweisheit

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Erstellt am 08.01.2014 von Redaktion
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Die Lebensenergie „Qi“ durchströmt den menschlichen Körper in Leitbahnen, den so genannten Meridianen. Das Wort „Gong“ lässt sich unter anderem mit „Arbeit“ bzw. „Fähigkeit“ übersetzen.

Qigong bedeutet demnach die Arbeit mit der Lebensenergie bzw. die Fähigkeit, die Lebensenergie zu lenken und zu leiten – eine Zusammenfassung von vielen tausenden Übungen der Heilkunst, die schon in frühen daoistischen, konfuzianistischen und buddhistischen Schriften zu finden sind.

Was bewirkt Qigong?

Solange die körpereigene Energie entlang der Leitbahnen ausgewogen im Körper zirkuliert, befindet sich auch unser inneres Seelenleben in Harmonie und wir können in eine balancierte Interaktion mit dem Alltagsleben treten. Allerdings können negative Faktoren, die zu lange und zu intensiv einwirken – wie z.B. Stress, falsche Atmung, falsche Körperhaltung, zu wenig Bewegung und negative Geisteshaltungen – zu Blockaden in den Leitbahnen führen. Der Qi-Fluss und die Harmonie zwischen Körper und Geist geraten aus dem Gleichgewicht und Krankheiten können entstehen.

Qigong hilft, diese Blockaden zu entdecken, zu lösen und den reibungslosen Energiefluss wieder herzustellen. Die einfachen Körper-, Atem- und Meditations- methoden ermöglichen es jedem Einzelnen, den Fluss der Lebensenergie selbst in Gang zu bringen und zu regulieren. Es können sowohl körperliche als auch see- lische Funktionen ausgeglichen, harmonisiert und stabilisiert werden. Vor allem aber beschreitet man den Weg der Selbstentwicklung.

Einklang von Körper, Seele und Geist

Für eine entscheidende Änderung des Zustandes der Krankheit ist auch der in- nere, energetische Weg eine sehr wichtige Voraussetzung. Erst seit wenigen Jahren wird zunehmend erkannt, dass seelische Missstimmung und falsche Geisteshaltung Ursachen des physischen Leidens sind. Mit Qigong konzentriert man sich nicht nur darauf, von körperlichen Beschwerden und Schmerzen frei zu werden. Ziel ist es, auch negative Geisteshaltungen und Emotionen, die der Heilung entgegenstehen – Angst, Misstrauen, Wut, Traurigkeit usw. – zu überwinden. Nur so kann man sich von den körperlichen Symptomen freimachen. Qigong führt den Üben- den wieder in den Zusammenhang von Körper, Seele, Geist und Bewusstsein.

Aktivierung der Meridiane

Die Kunst, die körpereigene Energie zu lenken und zu leiten, hängt von der In- itiative des Praktizierenden ab. Regelmä- ßiges Üben ist die Grundvoraussetzung für den Erfolg. Die Lebensenergie wird mit Hilfe der Vorstellungskraft aktiviert, genährt und in ausgeglichener Weise im Körper verteilt. Der Übende ist mit seiner Aufmerk- samkeit bei sich – bei der Haltung, bei der Atmung und vor allem bei seinem Tun. Er fühlt sich als Mikrokosmos im Makrokosmos untrennbar mit seiner Umgebung verbunden. Das bedeutet, es wird versucht, Harmonie zwischen dem Himmel, der Erde und dem Menschen herzustellen. Man kommt langsam zur Ruhe und besinnt sich auf sich selbst. Nach und nach wird die im Üben erfah- rene Ruhe und Harmonie in den Alltag mitgenommen.

Im Qigong lernt der Schüler, sich auf die wesentlichen Dinge des Lebens zu kon- zentrieren, mit seinen Kräften besser umzugehen, sein Leben neu zu betrachten und zu ordnen. Dieses Geistestraining bewirkt einen Zustand, den man im Qigong „entspannt, ruhig und natürlich“ nennt. Somit kann das vegetative Nervensystem seinen Aufgaben besser nachkommen, die Versorgung der inneren Organe mit Blut ist deutlich verbessert und Reparationsvorgänge im Körper werden gefördert.

 

Nähere Informationen:

Ing. Claudia Schraml
Präsidentin der Österreichischen Qigong Gesellschaft
Tel.: +43 (0)699 18 3030 81
claudia.schraml@qigonggesellschaft.at
http://www.qigonggesellschaft.at