Statement eines Betroffenen

Karl Öllinger: Appell zu Vorsorge & Selbsthilfe

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Erstellt am 14.05.2016 von Redaktion
Karl Öllinger
Karl Öllinger
© K. Öllinger

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Karl Öllinger, der langjährige Sozialsprecher der GRÜNEN, hat seine Krebserkrankung über Facebook öffentlich gemacht.

Darmkrebsvorsorge – aus der Sicht des Betroffenen

Karl Öllinger – Grün-Politiker und selbst Darmkrebs-Patient – macht sich seit seiner Erkrankung noch mehr als bisher für die Vorsorge und Früherkennung stark: „Ich war jahrelang Mitglied des Gesundheitsausschusses im Nationalrat und habe mich immer für den Ausbau präventiver Maßnahmen im Gesundheitsbereich eingesetzt. Aber zwischen dieser abstrakten Position und dem persönlichen Verhalten gab es eine große Lücke“, analysierte er und berichtete, wie groß seine Angst vor der Koloskopie, vor Schmerzen und Komplikationen war.

„Mit Information und Kommunikation“ sei es möglich, dieser Angst entgegen zu wirken, wobei Karl Öllinger gerade hier eine wichtige Aufgabe für die Selbsthilfe ortete: „Mit drüber Reden, das auch – und gerade – Selbsthilfegruppen auszeichnet, kann die Lücke kleiner gemacht werden.“

„Besonders wichtig ist es, den Menschen seriöse Informationen zu Vorsorge und Frühdiagnose, zu Krankheit und Therapie zu geben. Vor allem Betroffene, bei denen die Krebserkrankung gerade erst diagnostiziert wurde, brauchen einen raschen Zugang zu guter Information. Einfach ungezielt zu googeln, wie ich dies nach meiner Diagnose getan habe, verängstigt und verunsichert mehr als es nützt. Ich appelliere hier an die Medien, aber auch an die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie an die Selbsthilfegruppe, Quellen seriöser Information noch stärker als bisher zu kommunizieren!“

Selbsthilfe – wichtig und hilfreich!

"Ich habe meine Krebserkrankung über Facebook öffentlich gemacht, weil die Krankheit Krebs heraus muss aus ihrer dunklen, verschwiegenen Ecke.

Seither habe ich viele Menschen kennengelernt, die froh und erleichtert sind, dass über ihre Krankheit gesprochen wird, dass sie auch darüber reden können. Das muss nicht über Facebook geschehen, das kann auch mit Psychoonkologen, mit Verwandten, mit Freunden, Bekannten und natürlich – und gerade – auch in einer Selbsthilfegruppe stattfinden. Gut, dass es die Selbsthilfe Darmkrebs gibt!"